Forschungsprojekt fortgesetzt: 120 Kg Glasaal für die Küste

Im Vergangenen Jahr startete das Institut für Fischerei der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern ein neues und auf 3 Jahre ausgelegtes Forschungsprojekt zur Ermittlung des Einflusses von Besatzmaßnahmen in Küstengewässern auf den Aalbestand und der von der EU geforderten Abwanderungsrate von mindestens 40 % des Blankaalbestandes. Hierzu wurden im letzten Jahr 120 kg französische Glasaale (ca. 460.000 Stück für 40.800 Euro) ins Achterwasser des Peenestroms und im Salzhaff ausgesetzt. In diesem Jahr verringerte sich die Stückzahl auf ca. 385.000 Stück bei ebenfalls 120 kg französischer Glasaale und gestiegenen Kosten von 47.200 Euro. Im Jahr 2016 sollen weitere 120 Kg hinzukommen. Der Besatz erfolgt in charakterlich unterschiedliche und räumlich getrennt liegende Gewässer um auch hier differenzierte Informationen zur fachlichen Sinnhaftigkeit und Effektivität von Besatzmaßnahmen in Küstengewässer zu erhalten.
Das Forschungsprojekt wird in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei M-V durchgeführt und aus dem Verkauf von Angelerlaubnissen für die Küstengewässer finanziert.
Ziel ist es weiterhin einen besseren Kenntnisstand zum Anteil der in den Küstengewässern verbleibenden Aale am Gesamtbestand der abwandernden Blankaale zu bekommen. Untersuchungen der Vergangenen Jahre hatten bereits gezeigt, dass Aale in Küstengewässern durchschnittlich schneller wachsen und dabei um ca. 25 % weniger vom Schwimmblasenwurm befallen sind.
Die besetzten Glasaale sind im mikroskopisch sichtbaren Bereich gekennzeichnet und sollen ab dem Jahr 2021 in einer umfassenden Untersuchung erste Ergebnisse liefern. Hierzu ist die Mitwirkung der Angler bei Aalfängen aus diesen Gewässern sehr wichtig. Das Institut für Fischerei der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern und das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei M-V werden darüber rechtzeitig informieren.

 

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