Rückblick 2004 – Dezember: Aale – die Hauptattraktion von Takata (Japan)

Tame Eels, so wird die größte Sehenswürdigkeit des kleinen Ortes in Japan genannt. An einer besonderen Stelle des Flussufers der Ben Carri-Farm braucht man nur mit dem Finger unter Wasser zu schnippen und wenige Minuten später erscheinen ca. 70 armdicke und meterlange Aale an dieser Stelle und schlängeln sich bis zu 50 cm auf den angrenzenden Weg um von einem Stecken etwas Fleisch zu fressen. Wie ist das möglich? Nun vor mehr als 50 Jahren begann eine Frau an einem kleinen Bach die dortigen Aale regelmäßig mit diesem Schnippgeräusch und etwas Fleisch am Stöckchen zu füttern. Nach dem Tod der Frau haben die Besitzer der Ben Carri-Farm die Aale gefangen, was ja nicht schwer war, und sie in ihren Fluss umgesetzt. Die inzwischen uralten Aale haben ihre Farbe jetzt von olivgrün auf tief schwarz umgestellt, was ein sicheres Zeichen für den nahen Abschied vom kleinen klaren Bergfluss ist. Von den Bergen bis in das Laichgebiet der Aale, ist es zwar nicht ganz so ein weiter aber ein genauso gefährlicher Weg für diese Schlaumeier unter den Aalen. An den Haken wird wahrscheinlich keiner gehen, da sie solange bei der Fütterung verbleiben werden bis sie die Nahrungsaufnahme fasst vollständig einstellen um dann mit ca. 40 km/Tag Richtung Laichgebiet zu schwimmen. Zudem wird nach Aussagen eines ehem. japanischen Mitgliedes dort kaum geangelt, zumindest nicht auf Aal. Wie viele Aale bei Ihrer Wanderung durch umweltfreundliche Wasserkraftturbinen auch hierzulande zerhackt werden ist ja allgemein bekannt. Vielleicht kommt ja der eine oder andere Aalopa an das Ziel seiner langen Reise….

Die betreffenden Aale essen will dort jedenfalls niemand, würde ich auch nicht…..

 

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