Rückblick 2004 – Dezember: Ab 2005 könnten Ostseeaale live über das Internet beobachtet werden

Die im letzten Jahr in der Ostsee versenkten Betonteile, die den Aalen und allen anderen Fischen, insbesondere den geschrumpften Dorschbeständen als künstliche Riffe und Brutstätten dienen sollen zeigen offenbar erste Erfolge. Wie ich bereits vor einiger Zeit in einem Artikel hier berichtete, will man die Fischbestände in der recht kargen Unterwasserwelt der Ostsee durch künstliche Riffe unterstützen. Bei uns verwendet man Betonteile, in Amerika werden ausrangierte und gesäuberte Bahnwagons im Meer versenkt. Diese Riffe werden, wie berichtet, seit einem Jahr von den 8 Kameras des Fischereiinstituts Rostock beobachtet.
Die Forscher des Instituts sind selbst ein wenig überrascht wie schnell die Besiedlung, besonders in den höheren Bereichen des Riffs, erfolgt ist. Bisher ist der Blick auf das entstehende Riff nur den Forschern möglich. Es laufen aber bereits die Vorbereitungen die Bilder dieses bis 2006 laufenden Pilotprojektes Live über das Internet auch der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Vielleicht lässt sich dort ja auch der eine oder andere Aal zwischen den Betonbrocken nieder um sich bei Nacht am üppigen Jungfischbestand des Riffs satt zu fressen. Leider konnte ich bisher ein weiteres Projekt zur Erforschung der Glasaalwanderung mit Webcam nicht wiederfinden, es soll “Sidi” heißen und die Glasaalwanderung Erforschen. Wer ebenfalls etwas gefunden hat, bitte mal Mailen. Das Satellitenprojekt zur Erforschung der Blankaalwanderung ist meines Wissens erst in den Kinderschuhen, wer trotzdem etwas dazu findet, kann ja ebenfalls mal Mailen oder hier einen Kommentar dazu schreiben. Wenn die Bilder o­nline sind, gibt es natürlich einen entsprechenden Artikel und Link hier bei den Aalfreunden.

 

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