Rückblick 2004 – November: Dicke Stromleitungen…

Lt. Archiveintragungen hat man schon seit den 50er Jahren in der Ostsee Gleichstrom per Kabel dem Meeresgrund entlang von einer Küste zur anderen transportiert. Nach bisherigem Wissensstand verändern starke elektrische Felder das Schwimmverhalten von Fischen. Die von den Kabeln erzeugten elektrischen Felder sind allerdings sehr gering. Dennoch gelten sie als stark genug, um den Orientierungssinn von Lachsen und Aalen zu beeinflussen. Zudem beeinträchtigen sie die Entwicklung und das Wachstum von Embryonen und Larven der Meeresorganismen. Darüber hinaus erzeugen Hochspannungsleitungen magnetische Felder. Aale, die das Erdmagnetfeld zur Orientierung nutzen, nehmen die Auswirkungen der Stromkabel wohl aus einer Entfernung von bis zu 160 m wahr. Inwieweit ihr Wanderverhalten dadurch gestört wird, ist allerdings noch nicht eindeutig nachgewiesen. Auch bei Walen könnte die Beeinflussung des Erdmagnetfeldes ihr Orientierungsverhalten beeinflussen und zu den immer wieder vorkommenden Strandungen führen.

 

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