Rückblick 2004 – November: Winteraale

Es ist allgemein bekannt, dass Aale in der kalten Jahreszeit die Wanderung einstellen und sich in ihren Verstecken eingraben. Der Stoffwechsel verringert sich erheblich und Nahrung wird nur noch aufgenommen, wenn sie quasi direkt vor das Maul gespült wird. Deshalb sind die Aussichten einen Aal im Winter mit der Angel zu überlisten denkbar schlecht. Es gibt jedoch einige Situationen, in dehnen Aale auch im Spätherbst, im Winter und im zeitigen Frühjahr mit der Angel zu fangen sind. Grundsätzlich sollte die Wassertemperatur mind. 5°C haben. Darunter geht in Stillgewässer mit Sicherheit nichts. Erst ab ca. 8°C ist hier wieder mit Aalen zu rechnen. In Fließgewässern sieht dies etwas anders aus. Hier wird speziell an Kraftwerks- und Industrieeinläufen, wo das warme dampfende Wasser deutlich mehr Erfolg verspricht, mit eben solchem Erfolg geangelt. Eine weitere Situation in der die Aale ihr Versteck verlassen, ist stark steigenden Wasser nach kräftigen Niederschlägen. Durch Hochwasser werden die Aale aus ihren Verstecken getrieben und sind dann besonders in der Nähe von Überschwemmungsflächen in tiefen Gräben zu beangeln. Hierhin ziehen sich die Aale nicht nur vor der starken Strömung des Hochwassers zurück, hier finden sie auch jetzt noch reichlich Nahrung, die ins Wasser gespült wurde. Stark eingetrübtes Wasser gaukelt dabei den Aale wohl auch Dunkelheit vor, sodass auch Fänge am Tage nicht ungewöhnlich erscheinen sollten. Im Unterschied zur eigentlichen Aalsaison ist in der kalten Jahreszeit leichteres Gerät angesagt. Kleine Haken und kleine Köder sind angesagt. Also, lieber keinen Köderfisch oder Tauwurm sondern Rotwurmstückchen oder Maden bringen hier den Aal an den Haken.

 

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