Rückblick 2008 – November: Pionier der Tiefseeforschung gestorben

Jacques Piccard (gen. 28. Juli 1922) ist der Erfinder und Erbauer von mehreren Tiefseebooten und einer der beiden Menschen, die am 23.01.1960 mit dem U-Boot Trieste an der tiefsten Stelle der Erde, im knapp 11.000 m tiefem Marianengraben (Challengertief), gewesen sind. Diese Tiefe wurde seither nie wieder von einem Menschen erreicht.

Trotzdem er auch nach diesem Rekord noch einige U-Boote baute und spektakuläre Forschungsreisen damit unternahm, z.B. ließ er sich mit mehreren Wissenschaftlern 4 Wochen mit dem Golfstrom treiben, blieb ihm ein ganz besonderer Wunsch leider versagt.

Er wollte gerne der erste Mensch sein, der die Wanderung der Aale zwischen Europa und der Sargassosee sowie die Fortpflanzung der Aale vollständig mit einem U-Boot verfolgen würde. Hierzu bedurfte es jedoch eines speziellen U-Bootes, welches den Aalen mit hoher Geschwindigkeit folgen musste.

Für den Bau eines solchen U-Bootes fehlten ihm jedoch die Mittel der Industrie, die ihre Gelder lieber in die viel populärere Weltraumforschung steckten.

Jacques Piccard ist am 1. November 2008 in La Tour-de-Peilz (Schweiz) verstorben.

Vor 48 Jahren hatte er die Voraussetzungen zur Erforschung der Aalwanderung geschaffen und bis heute ist es niemanden gelungen die offen Fragen zu lösen…..

 

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