Rückblick 2009 – Juli: Petition gegen die Massenprivatisierung Ostdeutscher Gewässer

Die Linke und die Tourismusverbände in den östlichen Bundesländern schlagen Alarm. Im Auftrag des Bundesfinanzministerium wurden und werden die Gewässer der ehem. DDR von der BVVG meistbietend an private „Investmentfirmen“ verkauft. Den Städten und Gemeinden fehlt leider das Geld, um mit den gebotenen Preisen mitzuhalten. Eine Privatisierung dieser Allgemeingüter kann jedoch schwerwiegende Folgen für die Allgemeinheit nach sich ziehen. So können die neuen Eigentümer den kostenlosen Zugang zu öffentlichen Badestellen, die Fischerei, das Angeln und sogar die Benutzung privater Steganlagen untersagen. Einige „Neueigentümer“ verlangen bereits horrende Summen für den Zugang zu bereits privatisierten Gewässern, obwohl dies seit Jahrhunderten allen ortsansässigen Bürgern kostenlos möglich war. Wer nun nicht zahlt und trotzdem am Wasser erwischt wird, wird verklagt. Es geht auch nicht nur um irgendwelche kleinen Angelteiche. Große Seen mit alteingesessenen Fischern an den Ufern, die nun um Ihre Existenz bangen müssen, sind gleichermaßen betroffen. Öffentliche Strandbäder an solchen Seen werden vom Zugang zum Wasser abgeschnitten oder müssen hohe Benutzungsgebühren zahlen, was sich natürlich auf die Einrittspreise auswirkt. Soweit überhaupt noch erlaubt, wird das Angeln in solchen Gewässern mit auslaufenden Pachtverträgen erheblich teurer. Betroffen sind auch Vereinsgewässer, die mit auslaufen der Pachtverträge dem Verein nicht weiter verpachtet werden und von ehemals artenreichen und gepflegten Angelgewässern zu teuren Forellenpuffs verschandelt werden. Traditionsreichen Angelvereinen ohne eigene Pachtgewässer bleibt dann nur noch die Auflösung. Alles hängt vom Erfolg der Petition ab. Die Hoffnung stirbt zu letzt. Dank an alle, die die Petition unterschreiben bzw. unterschrieben haben.

 

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