Rückblick 2009 – Juni: Berufsfischer regen sich über Fangkontrollen der EU auf

Die Ostholsteiner Berufsfischer schimpfen auf die EU, weil diese Ihnen Auflagen erteilt, wenn sie weiterhin Aale fangen und auch vermarkten wollen. Sie müssen darüber Buchführen, wann, wo, womit, wie viel Aale sie fangen und vermarkten. Die EU will auf diese Weise feststellen auf welchen Wegen wie viel Aal Europaweit zum Endverbraucher gelangt und wie viel Aal wo von den Berufsfischer der EU entnommen wird, um endlich auch in diesem Bereich vernünftige und belastbare Zahlen zur Verfügung zu haben. Ganz nebenbei wird dadurch die illegale Aalfischerei bekämpft und der Weg eines Fisches vom Fischer bis zur Kasse bzw. zum Endverbraucher transparent und nachvollziehbar für den Bürger gestaltet. So wie es bei Schweinefleisch, Rindfleisch, Eiern u.s.w. längst der Fall ist. Während der Verband der Binnenfischer e.V. sämtlich Maßnahmen der EU ausdrücklich begrüßt, schimpfen die Fischer und einige Vorstände der Landesverbände über die Bürokratie, die angeblich ihre Existenz gefährden würde. Weshalb die Führung einer Fangstatistik die berufliche Existenz gefährdet, bleibt unklar. Jeder Angler hat seit Jahren die Pflicht eine solche Statistik zu führen. Und nicht nur für den Aal, sondern über alle Fänge. Niemand bricht sich dabei einen ab. Schließlich wird danach auch der Besatz geplant. Und soviel Aal wird doch angeblich gar nicht mehr gefangen, sodass sich die Arbeit mit der Statistik doch in Grenzen halten dürfte. Man könnte ja fast vermuten, einige Fischer haben da etwas zu verbergen.

 

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