Rückblick 2009 – November: Roboterfisch auf der Jagt nach Umweltsündern

An der britischen University of Essex hat der Computerwissenschaftler Huosheng Hu einen Unterwasserroboter entwickelt, der selbständig nach Umweltverschmutzungen und Giften im Wasser suchen kann. Der Aal als natürliche Supernase der Gewässer bekommt also technische „Konkurrenz“. Der 22.000 Euro teure Roboter, namens Shaol-1, sieht äußerlich fast wie ein echter Fisch aus. Er ist im Inneren jedoch mit unzähligen Sensoren, kleinen Motoren und Mikroelektronik voll gestopft. Die Software ist derart konstruiert, dass der Roboterfisch selbst lernt, wie er sich am effektivsten fortbewegt und möglichst wenig Energie verbraucht. Im Ergebnis schwimmt jedes Exemplar etwas anders, aber dennoch einem echten Fisch sehr zum verwechseln ähnlich. Ist die Energie aufgebraucht schwimmt der Roboterfisch selbständig zu einer Ladestation. Der Shaol-1 schwimmt vollkommen frei, also ohne Fernsteuerung, Zeitvorgaben, Routenplaner o.ä. und er erkennt Hindernisse selbstständig mittels Infrarotsensoren. Er merkt sich auch, wo er wann bereits gewesen ist. Mehrere eingesetzte Roboterfische teilen sich das abzusuchende Gebiet selbstständig auf und kommunizieren per Ultraschall. Dadurch werden doppelte Untersuchungen und Untersuchungslücken ausgeschlossen. Jedes Exemplar weiß also auch genau über die Untersuchungsergebnisse der „Artgenossen“ bescheid. Werden Gifte oder gefährliche Stoffe z. B. Schweröl von den hoch sensiblen Sensoren festgestellt, meldet Shaol-1 die entsprechenden Informationen sofort per Funksignal an Land. Im Jahr 2010 sollen drei Exemplare in einem Spanischen Industriehafen zum Einsatz kommen. Zukünftig sollen die Roboterfische aber auch im Ozean, in Seen und Flüssen eingesetzt werden können, um Umweltverschmutzungen und deren Verursacher schnell aufzuspüren.

 

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