Rückblick 2009 – November: WWF verlangt sofortiges Fangverbot von Aal auch für Angler

Nach Aussagen des WWF ist der Bestand der europäischen Aale derart geschrumpft, dass es selbst bei einem sofortigen und allumfassenden Fangverbot für Aale aller Altersstadien ca. 60 – 100 Jahre dauern würde, bis sich der Bestand wieder auf dem Niveau von Anfang der 80er Jahre befindet. Allein anhand dieser Aussage kann man jedoch erkennen, wie gering der Einfluss der Fischerei auf den Gesamtbestand der europäischen Aale sein müsste. Andernfalls sollte eine erkennbare Erholung der Bestände durchaus innerhalb von 15 bis 25 Jahren möglich sein. Aber da sind ja leider noch die vielen anderen Faktoren, wie Wasserkraft, Kormorane, Gewässeraus- und verbau, Krankheiten, Parasiten, … Zumindest auf den erheblichen Schaden durch Wasserkraft geht der WWF ein und nennt Fakten zur Anzahl der Wasserkraftwerke und zur Sterblichkeit von Aalen in Wasserkraftwerken. Ein Verbot von Wasserkraftwerken wird allerdings nicht gefordert. Komisch …
Allein in Deutschland werden nach Angaben des WWF jährlich 2400 Tonnen Aal verzehrt. Das hört sich zunächst mal nach einer ziemlich großen Menge an. Wenn man das ganze mal auf die Gesamtbevölkerung runterbricht ist das aber gerade mal 1 Aal pro Jahr für jeden 10. Bundesbürger (vom Säugling bis zum Greis).
Der WWF fordert, dass es keine Ausnahmen mehr geben darf, wenn wir diesen Fisch nicht ausrotten wollen. Jeder verspeiste Aal gefährdet das Überleben der gesamten Art, unabhängig davon, ob er durch kommerzielle Fischerei oder Angelfischerei dem Kreislauf entnommen wird.

 

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