Köder 1.1

Für den gezielten Aalfang werden nahezu ausschließlich natürliche Köder verwendet. Deshalb lassen sich aus der Liste der natürlichen Nahrungsquellen zweifelsohne auch ein paar Köder für das Aalangeln ableiten. Dabei ist jedoch strengstens darauf zu achten, dass weder lebende Wirbeltiere noch bedrohte, gefährdete oder gar geschützten Arten als Köder verwendet werden, obwohl sie zur natürlichen Nahrungspalette des Aals gehören.
Da Letzteres regional unterschiedlich geregelt sein kann und die einzelnen Nahrungsquellen z.T. auch aus hunderten von Arten und Unterarten bestehen, kann hier natürlich nicht auf jede einzelne Beschränkung eingegangen werden.
Darüber hinaus eignen sich einige Nahrungsquellen schon wegen ihrer geringen Größe und fehlenden Hakenfestigkeit nicht als Köder für das Angeln auf Aale.

Ein Blick in die örtliche Gewässerordnung bzw. eine Nachfrage beim jeweiligen Fischereiberechtigten sollte beim Einsatz von natürlichen Ködern, die nicht in der nachfolgenden Liste erscheinen, letzte Gewissheit schaffen.
Andernfalls ist grundsätzlich davon auszugehen, dass wenn eine Verwendung gesetzlich nicht ausdrücklich erlaubt ist, diese somit auch verboten ist.

Es ist weiterhin zu berücksichtigen, dass es keinen Köder gibt, mit dem sich ausschließlich Aale fangen lassen. Durch eine zweckmäßige Kombination von Methode, Gerät, Montage und Köder lassen sich dennoch gezielt Aale fangen. Dessen ungeachtet, muss beim Einsatz aller nachfolgend angeführten Köder jedoch auch immer, z.T sogar in gesteigertem Maße, mit möglicherweise auch ungewollten Beifängen gerechnet werden.

Standartköder für den Aalfang

Fische (auch in Teilen)

Köderfische

Köderfische

In Gewässern mit einem hohen Anteil an kleinwüchsigen Fischen, insbesondere in verbutteten Gewässern ohne nennenswerten Predatorenbestand, entwickelt sich oft ein erheblicher Teil des Aalbestandes zu echten Raubfischen. Dies liegt zum einen daran, dass ein hoher Kleinfischbestand die übrige Nahrungspalette für den Aal deutlich einschränkt und zum anderen an diesem Überangebot als Nahrungsquelle selbst.

Diese Spezialisierung führt im Verlauf des Gelbaalstadiums sogar zu einer Veränderung des Kiefers und des gesamten Kopfbereichs bei einigen Exemplaren. Solche Aale werden dann als Raub- oder Breitkopfaale bezeichnet.

Zu den bevorzugten Beute-/Köderfischen zählen, neben anderen Arten, vorwiegend Gründlinge, Rotfedern, Kaulbarsche, Rotaugen, Ukelei, Stinte, Tobiasfische, Sandaale, Sprotten und junge Heringe.

Schlanke Köderfische bis max. 10 cm Länge können durchaus im Ganzen angeboten werden. Hingegen hochrückige Fische sollten hierzu wesentlich kleiner ausfallen. Größere Köderfische werden auch in Teilen bzw. als Fetzenköder am Einzelhaken angeboten.

Je frischer der Köder, desto besser die Lockwirkung. Frisch eingefrorene Köder stehen fangfrischen Ködern in nichts nach, wenn sie keine Fremdgerüche oder Austrocknungen durch den Gefrierprozess aufweisen und am Tag des Auftauens sofort verwendet werden. Ein anschneiden der Köderfische, insbesondere fettreicher Arten, verstärkt die Lockwirkung durch austretende Körperflüssigkeiten erheblich.

Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass Kopfstücke eines zerteilten Köderfisches vom Aal weniger angenommen werden, als die Schwanzenden. Zumindest scheinen die Kopfstücke deutlich mehr Fehlbisse zu verursachen..

Dies könnte daran liegen, dass der Aal ganze Fische grundsätzlich am Bauch angreift, ein Stückchen weiterschwimmt und dann eine Pause einlegt um sich den Fisch zurechtzulegen. Der Aal frisst den Fisch dann vom Kopfende her, damit sich die Flossen nicht beim Schlucken aufstellen können und der Fisch nicht im Schlund stecken bleiben kann.

Der Anhieb erfolgt in diesem Fall bei der 2. Flucht.

Bei halben Köderfischen kann der Aal jedoch nicht am Bauch angreifen. Zudem berauscht ihn seine Fressgier derart, dass er direkt an der Schnittstelle angreift.

Bei einem Schwanzende ist das kein Problem, schließlich kann der Aal das Stück sogar ohne die sonst erforderliche Pause verschlingen. Der Anhieb erfolgt dann allerdings bei der 1. Flucht.

Ein Kopfende stellt den Aal jedoch vor das Problem, dass er die schmackhafte Beute trotz des Fressrausches wieder loslassen müsste, um sie von der entgegengesetzten Seite, die längst nicht solche Lockwirkung hat wie die Schnittfläche, zu fressen. In dieser Situation kommt es sehr häufig zu Fehlbissen oder zum verschlagen durch den Angler.

In jedem Fall ist bei zerteilten Köderfischen die Schnittfläche so groß wie möglich anzuordnen (schräg schneiden). Der Haken sollte frei bleiben und der Köder mit einer Ködernadel vom Kopf bzw. von der Schnittfläche aus aufgezogen werden. Die Ködernadel wird bei ganzen Fischen zweckmäßig durchs Maul oder durch ein Auge eingeführt und verlässt den Fisch wieder an der Schwanzwurzel.

Köderfisch am Haken

Köderfisch am Haken

Im Gegensatz zur früher außerdem eingesetzten Lipp- oder Rückenflossenköderung, die heute überflüssig ist, bietet diese Form der Anköderung einen erheblich besseren halt am Haken. Ein Ausschlitzen beim Wurf ist gewissermaßen unmöglich.

Fischfetzen

Fischfetzen

Stehen keine passenden Köderfische zur Verfügung, können auch Teile oder Fetzen größerer Fische Verwendung finden.

Es sind in jedem Fall die Schonzeiten und Mindestmaße der verwendeten Arten zu beachten. Weiterhin kann es spezielle Verwendungsverbote für bestimmte Arten geben. Insbesondere bedrohte Arten sollten schon allein aus Vernunft und Verstand nicht verwendet werden, auch wenn es nicht immer ausdrücklich verboten ist.

Weiterhin ist die Verwendung von Köderfischen aus anderen Gewässern oft ebenfalls verboten, da dadurch Krankheiten verbreitet werden könnten. Im Zweifelsfall sollte auch hier die Verwendung anhand der regionalen Vorschriften geprüft werden.

Es sollte sich an dieser Stelle eigentlich erübrigen auf das Verbot zur Verwendung lebender Wirbeltiere, und dazu zählen auch die Fische, hinzuweisen.

Aber leider gibt es immer noch viel zu viele geistig beschränkte Frevler auf der Welt, die militanten Tierschützern Gründe, Argumente für unsinnige Forderungen und eine Daseinsberechtigung liefern.

Nur weil etwas in der Vergangenheit erlaubt war oder im Ausland nicht verboten ist bzw. verfolgt wird, sollte es nicht praktiziert, publiziert oder gar propagiert werden, wo es definitiv und zu Recht als Straftat verurteilt wird.

Egozentrikern, die Wirbeltiere ohne Notwendigkeit, egal wo auf dieser Welt, auf diese Art und Weise quälen, gehört der Fischereischein entzogen.

Diese unsportlichen Zeitgenossen schaden nicht nur den Fischen, sondern auch dem Ansehen der organisierten Angler als anerkannte Umwelt- und Naturschützer.

Selbst wenn es ausdrücklich erlaubt wäre, würde ein normal mitdenkender Mensch, der sich als Naturschützer bezeichnet und sich etwas auskennt, doch von selbst auf die Idee kommen müssen, dass dies nicht Richtig sein kann. Die Nachlässigkeit der Legislative in der Vergangenheit oder im Ausland kann und darf nicht zur Erkenntnis führen, dass automatisch alles was nicht ausdrücklich verboten ist auch legal bzw. sinnvoll ist. Es ist im Ausland ja auch nicht verboten, Glasaale für zweckfremde Ziele zu fangen; deshalb macht es aber noch lange keinen Sinn.

Vereine die derart unsportliches Verhalten ihrer Mitglieder im Inn- oder Ausland dulden, sollte die Aberkennung als Naturschutzorganisation und auch als Sportverein angedroht und ggf. auch ausgesprochen werden. Denn, selbst wenn die Verwendung lebender Wirbeltiere als Köder nicht überall auf der Welt verboten ist, so bleibt sie mit Sicherheit überall auf der Welt eines, nämlich rücksichtslos und absolut unsportlich.

Ich hoffe für die Zukunft, dass sich dieser Hinweis irgendwann erübrigt.
Zumal auch Versuche (ohne Haken) im Aquarium gezeigt haben, dass sowohl frisch getötete als auch frisch eingefrorene und wieder aufgetaute Beutefische eher vom Aal genommen werden, als lebende Fische, die von ihm erst gejagt und erbeutet werden mussten.

Tauwurm

Tauwürmer

Tauwürmer

Der Tauwurm wird von mehr als 2/3 der Aalangler als fängigster Köder angesehen. Dies wird und wurde durch entsprechende Umfragen immer wieder bestätigt. Es mag daran liegen, dass Tauwürmer relativ günstig und leicht zu beschaffen sind oder auch daran, dass es eben solche Umfragen gibt und sich viel zu viele Angler davon beeinflussen lassen. Insbesondere ein Anfänger wird sich auf solch einen traditionell bewährten Köder verlassen wollen.

Um ohne viel Aufwand an den vermeintlichen Köder Nr. 1 zu gelangen gibt es 2 Möglichkeiten. Zum Einen kaufen und zum Anderen selber sammeln.

Im Fachhandel und neuerdings auch in einigen Baumärkten erhält man meistens Tauwürmer aus Kanada.

Um Tauwürmer selbst zu sammeln, muss man sie zuerst einmal finden. Die Suche nach ihnen verläuft wohl um einiges einfacher, schneller und erfolgreicher, wenn man die Lebensweise, das Verhalten und das Eine oder Andere interessante Detail vom größten und bekanntesten Regenwurm Europas kennt. Vgl. hierzu Nahrung 1.1 in den Grundlagen.

Die natürliche Reproduktion des Tauwurms ist für eine regelmäßige Versorgung mit Angelködern grundsätzlich nicht ausreichend. Er kann sich nur einmal im Jahr fortpflanzen und legt dabei nur max. 5-10 Kokons mit je nur einem Ei ab. Oft schlüpft auch nur ein einziger transparenter Wurm. Die Brutzeit beträgt 90 Tage. Daraus ergibt sich, dass durch das anlegen einer sogenannten „Tauwurmzucht“ es zu keiner wirtschaftlich sinnvollen Vermehrung der Tauwürmer kommen kann. Man muss in diesem Fall also eher von Tauwurmhaltung sprechen.

Lediglich zur Aufbewahrung für eine spätere Verwendung oder zur Zucht von Mist- bzw. Kompostwürmern (kürzere Brutzeit, höhere Eianzahl und frühere Geschlechtsreife) eignen sich die allgemein bekannten Behälter und Bauanleitungen. Eine entsprechende Aufbewahrungsbox sollte sich nur jemand anschaffen, der keine andere Möglichkeit hat, sich die Würmer zu beschaffen bzw. auch im Winter und im Hochsommer noch verstärkt und kostengünstig mit Tauwurm angeln möchte.

Tauwürmer sind sehr scheu und verschwinden blitzschnell in ihrer Wohnröhre, wenn sie mit einer normalen Taschenlampe angeleuchtet werden oder der Boden durch Schritte erschüttert wird. Da sich die Tauwürmer aber nur bei Dunkelheit an die Oberfläche wagen, braucht man aber dennoch eine Lichtquelle, um sie finden zu können.

Es hat sich herausgestellt, dass Tauwürmer rotes Licht nicht wahrnehmen können. Am besten eignet sich deshalb eine Kopflampe mit Rotlichtfunktion. Zur Not geht auch ein abnehmbares Fahrradrücklicht, welches man aber zwischen die Zähne klemmen muss, wenn man beide Hände frei haben möchte. Mit der einen Hand schnappt man sich das hellere Hinterende eines Wurms, wenn es denn draußen liegt, und in der anderen Hand hält man die Wurmdose. Sollten die Würmer, wie so oft, nur halb aus der Röhre heraus schauen, sollten sie so nahe wie möglich am Eingang der Wohnröhre erfasst werden. Es muss in jedem Fall beherzt zugegriffen werden. Man darf jedoch nicht sofort am Wurm zerren, da der Wurm zerreißen könnte.

Es genügt den Wurm einfach auf Spannung zu halten und, wenn man ihn sicher gefasst hat, vorsichtig den Zug zu verstärken. Tauwürmer sind nicht besonders ausdauernd und geben nach 1 bis 2 Sekunden bereits auf.

Sollte dennoch einmal ein Wurm zerreißen, ist der Wurm für die Wurmdose ungeeignet und sollte stattdessen auf einen feuchten Bereich zurückgesetzt werden.

Tauwürmer können auf verschiedene Art auf den Haken gesteckt werden. Das einfachste ist, den Wurm 3-4 mal zu durchstechen und ihn so wie eine Schlaufe auf den Haken zu schieben. Auf diese Weise bleibt der Tauwurm am längsten frisch. Er hält allerdings nicht besonders gut am Haken und hat relativ wenig Lockwirkung.

Ganzer Tauwurm am Haken

Ganzer Tauwurm am Haken

Für einen besseren Halt kann der Wurm mittels Ködernadel auf das Vorfach gezogen werden. Dadurch muss der Köder jedoch öfter ausgetauscht werden und die Lockwirkung ist ebenfalls relativ gering. Zudem wird dadurch in Gewässern mit Wollhandkrabben regelmäßig das Vorfach inkl. Haken abgeknipst.

Tauwurmschaschlik

Tauwurmschaschlik

Für eine optimale Lockwirkung wird der Tauwurm als Schaschlik auf den Haken gesteckt. D.h. der Wurm wird in mehrere Stücke geschnitten bevor diese dann auf den Haken kommen. Dieser Köder muss jedoch häufiger ausgetauscht werden, da er relativ schnell auslaugt. Er hält allerdings auch sehr gut auf dem Haken.

Mistwurm

Der Mistwurm zählt, wie der Tauwurm auch, zu den Regenwürmern und ist ein guter Angelköder. Einige Aalangler sehen im Mistwurm, der auch als Kompost- oder Stinkwurm bekannt ist, den besten Köder für das Aalangeln. Er wird bis zu 9 cm lang und besitzt 105 Segmente mit je einem roten Ring.

Der Mistwurm wird nach ein bis 2 Jahren geschlechtsreif, was am Gürtelsegment zu erkennen ist. Er kann sich, im Gegensatz zum Tauwurm mehrfach im Jahr fortpflanzen und so für bis zu 300 Nachkommen jährlich sorgen. Er ist deshalb auch zum Anlegen einer Wurmzucht geeignet. Die Brutzeit beträgt bei Zimmertemperatur ca. 2-3 Wochen.
Der Mistwurm kommt vorrangig in Mist- und Komposthaufen, aber auch auf Viehweiden vor.

Wurmbündel

Wurmbündel

Zum Aalangeln werden mehrere Exemplare als Bündel auf den Einzelhaken gesteckt. Haken mit kleinen Widerhaken am Schenkel (sog. Wurmhaken) sind von Vorteil. Rotwurm

Die Bezeichnung Rotwurm ist im Grunde genommen irreführend.

Es gibt zwar eine Art, die wegen ihrer leuchtend roten Farbe auch als Rotwurm bezeichnet wird und eine Länge von 12 cm erreicht, als Rotwurmköder sind jedoch bis zu 22 rot pigmentierte Arten verfügbar. Diese werden auch als Laubwürmer bezeichnet. Im Fachhandel werden sie als Rotwurmmix (überwiegend kleinere Exemplare) oder auch Dendrobaena (9 Arten zwischen 5 und 17 cm) angeboten. Auch der Tauwurm und der Mistwurm fallen im Grunde unter diese Gattungsgruppe.

Seeringelwurm

Seeringelwurm am Haken

Seeringelwurm am Haken

Seeringelwürmer sind relativ selten und werden vorwiegend an der Ostseeküste zum Aalangeln eingesetzt. Sie sind dennoch keine ausschließlichen Köder für das Aalangeln an der Küste. Es muss immer mit zahlreichen und vielfältigen Beifängen gerechnet werden.

Seeringelwürmer werden mit einem Plümper, einem Tellerförmigen Stampfer, aus ihrer sandigen Wohnröhre gespült oder unter Steinen hervor geholt.

Dort, wo große Wurfweiten mit diesem Köder erreicht werden sollen, sind Brandungsruten und entsprechende Montagen anzuraten.
Seeringelwürmer lassen sich einige Zeit in feuchtem Sand oder Seetang aufbewahren. Sie werden in kleinen Stückchen auf den Haken gesteckt und vorrangig zu Beginn der Aalsaison eingesetzt.

Wattwurm

Wattwürmer werden vorrangig an der Nordsee- aber auch an der westlichen Ostseeküste das ganze Jahr hindurch zum Aalangeln eingesetzt. In diesen Bereichen ist der Wattwurm dem Tauwurm als Köder sogar weit überlegen. Wattwürmer kommen im Wattenmeer zum Teil in großen Massen vor. Sie werden aus ihren Wohnröhren, die an den kleinen Kothaufen erkennbar sind, mit einem Spaten oder einer Forke gegraben. Sie können mit feuchtem Seetang bedeckt ca. 1 Tag lang aufbewahrt werden. Für eine längere Aufbewahrung müssen sie in sauberem Salzwasser unter häufiger Kontrolle und ggf. Wasserwechsel gehältert werden.Wattwürmer werden meist auf langschenklige Haken gezogen. Sie sind sehr weich und vertragen somit keine extremen Würfe.

Wie auch bei den Seeringelwürmern lässt sich mit dem Wattwurm nicht selektiv auf Aal fischen. Auch hier muss eine ganze Reihe anderer Fischarten als Beifang einkalkuliert werden.

Maden

Maden an einen Haken zu fummeln macht wohl kaum einem Angler etwas aus. Aber woher kommen sie, wie und wann werden welche als Köder beim Aalangeln eingesetzt?

Fliegenmaden

Fliegenmaden

Mit einer Made lässt sich bekanntlich so ziemlich jeder Fisch fangen. Bei den Fleischmaden der einheimischen Fliegen, die zum Angeln verwendet werden, sind vorrangig 4 Arten im Handel erhältlich.

Die kleinsten Arten stammen von der Stubenfliege oder Goldfliege und werden im Handel als Pinkies oder Squatts angeboten. Die Pinkies der Goldfliege haben eine leichte Rosafärbung (daher der Name). Pinkies oder Squatts werden nicht zum Aalangeln eingesetzt, da sie viel zu klein für die verwendbaren Haken sind.

Zum Aalangeln eignen sich die Maden der grünen und der etwas größeren und kantigeren blauen Schmeißfliege am besten. Der Name Schmeißfliege hängt mit ihrer Vorliebe für stinkende organische Stoffe zusammen. Die Jäger nennen das Koten bei Tieren “schmeißen”. Daneben ernähren sie sich aber auch von süßen Dingen wie Pollen, Nektar oder Honigtau. Die Geschmacksorgane befinden sich nicht, wie man vermuten könnte am Leckrüssel, sondern an den Füßen.

Im zeitigen Frühjahr kommt der Kreislauf der Aale auf Grund der sehr langsam steigenden Wassertemperaturen nur schleppend in Schwung. Der Appetit hält sich folglich noch in Grenzen und ein dicker Tauwurmköder würde zumeist noch unbeachtet bleiben.
Zu Beginn der Aalsaison ist deshalb die bis zu 13 mm lange und 3 mm dicke Larve der blauen Schmeißfliege (Calliphora vicina) häufig die bessere Köderwahl.

Die 10 bis 14 mm große Fliege hat einen schwarzen Körper mit blauen Längsstreifen auf der Brust. Sie ist stark beborstet und der Hinterleib ist glänzend Dunkelblau. Die weiblichen Fliegen erkennt das Männchen mit Hilfe der Geruchsorgane in seinen Fußgliedern. Ist das Weibchen nicht paarungswillig reagiert es mit starkem Vibrieren der Flügel.
Die Schmeißfliege legt mehr als 1000 Eier mit Vorliebe auf rohes Fleisch und andere eiweißreiche Substanzen. Sie findet diese Stoffe über Gerüche die bei der Zersetzung von Eiweiß entstehen und die sie mit ihren Geruchsantennen analysieren kann.

Aus den in Haufen abgelegten Eiern schlüpfen oft noch am gleichen Tag die weißen Maden. Deshalb ist diese Made auch in der Gerichtsmedizin von gewisser Bedeutung. An ihrer Größe und Art lässt sich z.b. der Todeszeitpunkt oder die Liegedauer von Leichen ermitteln.

Maden atmen in den ersten Stadien über die Haut, später öffnen sich die vorderen und hinteren Stigmen des Tracheensystems.
Ob eine Made gerade gefressen hat, kann man an einem dunklen Fleck, der im Körper deutlich zu sehen ist, erkennen. Dadurch lässt sich auch die Frische eines Madenköders ableiten. D.h. je größer der Fleck – um so frischer die Made. Ist kein Fleck oder nur ein kleiner Fleck vorhanden, stehen die Maden schon längere Zeit beim Händler und halten sich dementsprechend auch nicht mehr lange Zeit.

Maden sollten kühl aufbewahrt werden, denn dies verlangsamt ihren Stoffwechsel stark und sie verpuppen sich nicht so schnell.

Im März/April sind mit einem Madenbündel am 8er Haken im maximal knietiefen Uferwasser die ersten Aale zu überlisten.

Madenbündel am Haken

Madenbündel am Haken

Die Maden werden an ihrem dickeren Ende vorsichtig auf den feindrahtigen Haken gespießt. Auch wenn mehrere Maden aufgezogen werden müssen, sollte die Hakenspitze nicht bedeckt sein, da auf Grund der geringen Hakengröße auch mit kleinen Aalen gerechnet werden muss. Durch rechtzeitiges Anschlagen sollte der Haken aber immer im Maulbereich greifen. Das relativ hohe Eigengewicht der Maden lässt den Haken schnell zum Grund absinken.

Sind die Maden schon etwas älter, entwickeln sie Geruchsstoffe, die von einigen Fischen als abschreckend empfunden werden. Inwieweit dies auch auf den Aal zutrifft ist fraglich. Immerhin lässt sich der Aal auch mit verpuppten Maden (Castern) ganz gut fangen.

Ansonsten kann man diese Maden auf ein Sieb geben und in einen Behälter fallen lassen. Das alte Mehl und die toten bzw. verpuppten Maden bleiben auf dem Sieb liegen. Anschließend die lebenden Maden waschen und in neuem Sägemehl trocken laufen lassen.

In Ausnahmefällen soll auch der Einsatz von Lockstoffen weitergeholfen haben. Pulverlockstoffe für Boilies mit fischigen Aromen oder Blutmehl, welches man einfach in geringer Dosis (1-2 TL) für mind. 12 Stunden zum Sägemehl gibt, kann den Geruch von alten aber auch frischen Maden gelegentlich verbessern. In Einzelfällen sollen sogar süße Aromen, wie z.B. Vanille, erfolgreich gewesen sein.
Da der Erfolg jedoch von Gewässer zu Gewässer unterschiedlich ist, hilft beim Einsatz solcher Hilfsmittel nur das eigenständige ausprobieren. Man sollte jedoch Aufwand und Nutzen solcher Experimente niemals aus dem Auge verlieren.

Wenn also im Frühjahr die Nächte frostfrei werden und die Sonne am Tage die Temperaturen in der Luft über mehrere Tage über 15°C treibt, lohnt es sich ein Gewässer mit flacher Uferzone zu suchen und dort an einer Schilf- oder Krautkante statt des dicken Tauwurms, einen mit Maden gespickten Haken, auf Aal auszulegen.

Insbesondere nach besonders kalten oder langen Wintern lässt der Ernährungszustand der Aale jedoch sehr zu wünschen übrig. In solchen Jahren macht es Sinn, sich persönlich einer Schonung der Aale zu unterwerfen und den Saisonstart auf Mai/Juni zu verschieben. An einem abgemagerten Aal kann man sich doch nicht wirklich erfreuen, auch wenn dieser das gesetzliche Schonmaß erreicht hat.

Bienenmaden/Wachsmaden

Wachsmaden

Wachsmaden

Die im Handel erhältlichen Larven sind in der Regel keine Bienenmaden sondern Wachsmaden. Gelegentlich werden sie auch als Honigmaden bezeichnet. Genau genommen sind es nicht einmal Maden.

Die Larven von männlichen Bienen und Königinnen (vom Imker) kann man aber auch zum Angeln verwenden. Wachsmaden werden in einigen Gewässern, insbesondere im Sommer, wenn es dem Tauwurm zu warm wird, sehr erfolgreich auf Aal eingesetzt. So gilt die Wachsmade am Nordostseekanal im Hochsommer als Köder Nr. 1.

Wachsmaden am Haken

Wachsmaden am Haken

Die Wachsmaden werden entweder zu je 2 Stück oder in Kombination mit einem anderen Köder auf den Haken gesteckt.
Der Fachhandel meint zwar, dass die Tiere bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden sollten, dabei verpuppen sich die Larven jedoch relativ schnell. Bei der Aufbewahrung im Kühlschrank halten sie sich erheblich länger, werden allerdings erst nach einiger Zeit in der Wärme wieder regsam.

Tebolarven/Teboraupen

Teboraupen

Teboraupen

Als Tebolarven werden die leicht rosafarbenen Raupen eines Nachtfalters (Schmetterling) mit dem lat. Namen Chilecomadia moorei bezeichnet. Sie stammen ausschließlich aus Wildfängen, werden, wie am Namen zu erkennen, in Chile für den hiesigen Zoo- und Angelfachhandel gesammelt und sind dementsprechend teuer.
Sie lassen sich nicht züchten, da sie sich ausschließlich von den Blättern eines bestimmten Baumes ernähren und werden daher importiert.

Teboraupen am Haken

Teboraupen am Haken

Sie werden wie Wachsmaden angeködert. Zumeist reicht hier jedoch eine der bis zu 4 cm langen Raupen aus. Der Einsatz erfolgt ebenfalls vorrangig im Hochsommer. Wegen ihres sehr hohen Fettgehalts verströmen sie bei höheren Wassertemperaturen einen für den Aal fast unwiderstehlichen Geruch. Auf Grund der Art und Weise der Beschaffung ist dieser Köder jedoch nicht unumstritten und sollte allenfalls Ausnahmsweise, wenn keine Wachsmaden zu Verfügung stehen, eingesetzt werden.

Krebs- oder Krabbenfleisch

Krebsfleisch gilt als sehr sehr guter Köder fürs Aalangeln. Verwendet werden dürfen aber nur nicht geschützte Arten wie der amerikanische Kamberkrebs. Junge Exemplare werden im Ganzen angebunden. D.h. sie werden mit Schnur umwickelt und quasi an den Haken angebunden. Von älteren Tieren werden Stücke vom Schwanz oder aus den Scheren verwendet. Krebsfleisch kann sowohl roh als auch gekocht angeködert werden.

Das Fleisch der eingeschleppten Wollhandkrabbe eignet sich ebenfalls sehr gut als Aalköder. Hierzu werden bevorzugt weiche Jungtiere angeködert. Von größeren Exemplaren können ebenfalls Teile verwendet werden.
Gesalzenes Krebsfleisch oder eingelegte Krabben aus dem Supermarkt (chinesische Aquakultur) wurden bisher nur mit mäßigem Erfolg eingesetzt.

Garnelen am Haken

Garnelen am Haken

An der Küste lassen sich mit frischen Garnelen (dort Krabben genannt) sehr gut Aale fangen. Sie werden je nach Größe einzeln oder mehrfach auf den Haken gesteckt

besondere Köder

Während zuvor genannte Köder regelmäßig zum Aalangeln eingesetzt werden, stellen die nachfolgenden Köder eher Ausnahmen dar und sind nur mit Einschränkungen für das gezielte Aalangeln geeignet.
An diese Köder müssen die Aale zumeist erst über einen gewissen Zeitraum gewöhnt sein, um damit auch gezielt gefangen werden zu können. Es sollte in jedem Fall vorher sicher gestellt werden, dass ein entsprechendes Anfüttern am jeweiligen Gewässer auch erlaubt ist. Es gibt nicht wenige Angler, die an bestimmten Gewässern und/oder unter bestimmten Bedingungen, bei denen man mit Standartködern keine guten Aussichten auf Erfolg haben würde, ausschließlich einen oder mehrere der im folgenden Abschnitt aufgeführten Köder auf Aal verwenden.

Borkenkäferlarven

Die Larven des Buchdruckers und Kupferstechers bei Fichten, sowie anderer Borkenkäferarten wie des Waldgärtners bei Kiefern eignen sich ähnlich gut zum Aalangeln, wie Wachsmaden oder Teboraupen. Sie gelten als extreme Waldschädlinge. Finden kann man die meisten Arten anhand von Bohrmehlspuren an der Rinde. Hier legen die Borkenkäfer, speziell die Rindenbrüter, ihre Eier in kleinen Löchern ab. Die fressenden Larven befinden sich direkt unter der Rinde und sorgen hier für die typischen Brutbilder auf dem Holz. Bei stark befallenen Bäumen löst sich die Rinde zum Teil schon von selbst. So gelangt man bei der Suche an diesen sichtbaren Spuren schnell zum Erfolg.

Borkenkäfer vermehren sich besonders stark nach extrem kalten Wintern mit entsprechend viel abgestorbenem Holz und darauffolgenden langen, trockenen und heißen Sommern. Die Larven werden je nach Größe Einzeln oder als Bündel auf den Haken gesteckt.

Egel

Egel sind entfernte Verwandte der Regenwürmer. Es gibt ca. 300 unterschiedliche Arten. Die Blutegel (medizinische Arten) sind sehr selten und stehen in fast allen europäischen Ländern unter Naturschutz. Wildfänge sind nur mit Sondergenehmigung der Artenschutzkommission erlaubt. Möglicherweise erhält man in der Apotheke gezüchtete medizinische Blutegel auf Bestellung. Die Stückkosten sollen sich jedoch Fernab jeglichen wirtschaftlichen Nutzens (5,-Euro/Stück) bewegen. Im Fachversand werden Zuchtegel wesentlich günstiger angeboten. Sie sind jedoch meist sehr schnell vergriffen.

Blutegel eignen sich ausschließlich in Gewässern, in dehnen es auch einen natürlichen Blutegelbestand gibt. Gelegentlich wird berichtet, dass Angler beim Angeln mit Wurmstücken einen Blutegel am Haken hatten. Dabei handelt es sich aber wahrscheinlich nicht um Blutegel sondern um den sog. Pferde- oder Hundeegel der weitaus häufiger vorkommt und sich von Insekten und Würmern ernährt. Er ist ebenfalls ein guter Aalköder.

Egel werden mit einer dünnen Nadel auf ein ebensolches Haar gezogen und an einer dünnen Haarmontage angeboten. Sie lassen sich über mehrere Tage auch mit Haar hältern.

Schnecken- oder Muschelfleisch

Ausgewachsene Landschnecken sollten grundsätzlich ohne Gehäuse angeboten werden. Bei Jungtieren wird die Schale vom Aal mitgefressen.Es gibt jedoch einige Arten, die vom Aal regelrecht verabscheut werden, da sie gewisse Bitterstoffe enthalten. Hierzu zählen u.a. die schwarze und die rote Wegschnecke (Nacktschnecken).

Andere Nacktschnecken, wie die Egelschnecke (geflecktes Muster) oder die Gemeine Gartenwegschnecke (Braun/Gelb gestreift), werden jedoch gerne vom Aal gefressen.

Muschelfleisch erhält man, allerdings nicht gerade günstig, beim Fischhändler oder in der Tiefkühl- oder Fischabteilung einiger Supermärkte. An der Küste lassen sich einige Muschelarten auch am Strand sammeln. Süßwassermuscheln stehen zumeist unter Schutz.

Geflügelteile und -innereien

Hier finden vorrangig Innereien wie rohe Hühnerherzen, Hühnerleber und Hühnerdärme beim Aalangeln Verwendung. Es sind aber auch schon Aale auf gebratene Hühnchenbruststücke gefangen worden.
Auf jedem Fall ist bei diesen Ködern bei gezieltem Aalansitz ein Anfüttern erforderlich. Hier ist besonders zu beachten, dass das Anfüttern erlaubt sein muss und nicht zu einer Verunreinigung des Gewässers führt. Vor allem sollten blutfrische Hühnerherzen verwendet werden, die man beim Fleischer erhält. Sie werden kleingeschnitten auf den Haken gesteckt.

Bei Hühnerdärmen gestaltet sich die Beschaffung weitaus schwieriger. Man kann sie ggf. beim Biobauern, wo man auch seine Eier einkauft, erhalten. Allerdings zumeist nur frisch ausgenommen und noch nicht gesäubert. Achtung! Das säubern der Därme ist nichts für zarte Gemüter, da es extrem unerträglich stinkt.
Hühnerdärme werden ebenfalls in Stücke geschnitten auf den Haken gesteckt. Letztere lassen sich auch nach dem einfrieren gut verwenden.

Leber

Wenn mit Leber geangelt werden soll, empfiehlt es sich ebenfalls immer vorher damit angefüttert zu haben oder zumindest mit Futterkorb zu fischen. Zwar wurden auch schon Aale auf gekochte Leber gefangen, frische Leber ist jedoch bisher etwas erfolgreicher getestet worden. Hühner oder Rinderleber ist weitaus besser geeignet als Schweineleber, da diese nicht so schnell auslaugen.

Frühstücksfleisch

Der ursprünglich aus England stammende Köder ist in einigen Gewässern, besonders solchen mit Schiffsverkehr, eine gute Alternative zu herkömmlichen Ködern. Die Beschaffung im Supermarkt und das Anködern bedarf wohl keiner weiteren Erläuterung.

Rot-, Blut- bzw. Zungenwurst

Ob nun aus Überlegung, schließlich bestehen diese Wurstsorten zum großen Teil aus geronnenem Blut, oder per Zufall, weil jemand seine Köder zu Hause liegen lassen hat, auch mit diesen Lebensmitteln wurden bereits Aale gefangen. Es kann sich also lohnen, evtl. vorhandene Reste nach Ablauf des MHD einzufrieren und bei Bedarf mit zum Aalansitz zu nehmen.

geräucherter Speck

Dies soll ebenfalls ein sehr erfolgreicher Köder in Fließgewässern mit Schiffsverkehr oder an Schiffsanlegern bzw. in Häfen sein. Insbesondere in Gewässerabschnitten mit gastronomisch versorgenden Fahrgastschiffen sind Aale oft an Lebensmittel gewöhnt und nehmen solche Köder ohne weiteres auf.

Käse

Es gibt immer wieder Berichte, dass der eine oder andere Aal mit Käse unterschiedlichster Art gefangen wurde. Diese Berichte umschreiben jedoch so gut wie nie ein gezieltes Angeln mit Käse auf Aal. Es handelt sich zumeist um Beifänge beim Angeln auf Barben. Insbesondere an Gewässern, wo den Barben verstärkt und über einen längeren Zeitraum mit Käse nachgestellt wird, kann es aber auch zu gezielten Aalfängen kommen.

Teig

Die Karpfenartigen sind auf der Ganzen Welt verbreitet. Und so wird den meisten Arten dieser Kathegorie auf der ganzen Welt auch nachgestellt. Daraus resultiert eine beispiellos hohe Zahl an Anglern, die sich auf diese Fische spezialisiert und entsprechend viele Tricks ausprobiert haben, um diesen Fischen erfolgreich nachzustellen.

Viele dieser modernen Entwicklungen lassen sich auch auf andere Fischarten übertragen. So werden auch beim nächtlichen Karpfenangeln vor allem mit fischartigen Aromen gelegentlich Aale gefangen. Es muss ja nicht gleich ein Boilie sein, aber mit entsprechenden Duftstoffen lassen sich auch Aale an einen Teigartigen Köder locken.

In Gewässern, in dehnen mit entsprechenden Aromaködern auf Karpfen gefüttert wurde, lassen sich ggf. Aale sogar gezielt beangeln. Im Fachhandel wird auch ein spezieller Aalteig angeboten. Eine Futterkorbmontage steigert bei solchen Ködern vermutlich die Erfolgsaussichten erheblich.

Hülsenfrüchte und Mais

Es gibt die irrwitzige Annahme, Aale würden Nachts auf Gemüsefelder schleichen und dort Erbsen fressen. Dies sind natürlich nur falsch überlieferte Beobachtungen. Wahrscheinlicher ist, dass besagtes Erbsenfeld in unmittelbarer Nachbarschaft eines regelmäßig über die Ufer tretenden Flusses lag und die Aale sich des Nachts über die in solchen Feldern massenhaft vorkommenden Schnecken hermachten.

Dennoch sind in der weiter zurückliegenden Vergangenheit gelegentlich Aale gefangen worden, die im Magen größere Mengen Erbsen, Bohnen oder Mais hatten. Dennoch ist ein gezieltes Fischen auf Aal mit diesen Ködern nicht möglich. Die entsprechenden Fänge basieren zum Teil auf illegalen Naturködereinsatz in Forellenbächen. Dort wurde offenbar in bestimmten Streckenabschnitten mit solchen Ködern illegal angefüttert. In diesen allgemein nährstoffarmen Gewässern hatten sich die Aale offenbar in kurzer Zeit an diese eingeworfenen Köder gewöhnt.

gefüllte Cocktailtomaten

Dieser Köder hat für mich den unwiderruflichen Beweis erbracht. Der Aal ist ein echter Allesfresser. Was er jedoch nicht kennt, frist er nur sehr zögerlich und auch nur mangels bekannter Alternativen. Mit gezieltem Aalangeln hat dies selbstverständlich überhaupt nichts mehr zu tun. Dennoch sollte auch hier nicht unerwähnt bleiben, dass das Experimentieren mit unterschiedlichsten Ködern hin und wieder zum Erfolg führen kann. Vielleicht war es ja die Käsefüllung, die den Aal zum Anbiss verleitet hat….

 

 

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